Fotoausstellung in der Veterinärmedizinischen Bibliothek in Düppel

http://www.fu-berlin.de/campusleben/campus/2012/120515_ausstellung_vetmed/index.html

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Abreise aus Uvs

Wir wollten eigentlich gern noch das Nadaam in Ulaangom erleben, leider hatten wir den Flug aber am Freitag um 14 Uhr gebucht…wir waren aber ganz glücklich als wir dann noch gegen 9 Uhr morgens die Parade zum Stadion und die Eröffnungszeremonie erleben konnten.

Die Parade begann in der Stadt und setzte sich im Stadion fort. Am Ende lief jede Berufsgruppe eine Runde durchs Stadion, mit Plakaten und in ihren Uniformen.

Ein riesiges Orchester von Pferdekopfgeigen spielte und Gesangsdarbietungen gab es auch. Als dann der Präsident von Uvs die Eröffnungsrede hielt, fiel leider das Mikrophon aus, aber es klatschten trotzdem alle fleißig. Die Reiterstaffel eröffnete das letztlich das Spektakel. Leider mussten wir dann auch schonwieder los, um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Shaggie holte uns ab und wir verabschiedeten uns herzlich von unseren mongolischen Begleitern.

Am Flughafen lernten wir noch ein paar andere Langnasen kennen und tauschten Erfahrungsberichte aus. Als wir ins Flugzeg stiegen erkannte uns der Pilot wieder und freute sich sichtlich über unsere Rückkehr! Später sahen wir ihn nochmal winkend im Bus in UB!

In UB angekommen, holten uns Henrik und Charlotte sehnsüchtig wartend ab und begrüßten uns mit einem kleinen Survival-Kit aus dem Supermarkt. Im Dormitory angekommen, mussten wir erstmal duschen.  Als wir dann auch die Zavkhan-Gruppe trafen, mussten natürlich erstmal aaalle Erzählungen gleichzeitig rausgelassen werden… Wir begaben uns dann noch zum Pub, kamen aber leider so spät an, dass wir keine leckeren Burger mehr auftreiben konnten. Also wurde mit Hilfe von ein paar mongolischen Bekannten für ca. 10 Leute Pizza bestellt! Wiedermal ein Erlebnis, aber zu später Stunde sehr lecker!

 

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9 Tage Gobi und zentrale Mongolei

Gobi Tour – Tag Eins:

Nachdem wir unser kuscheliges “Hostel”-Heim, samt
freundlicher Haushaltskraft verlassen haben, empfing uns ein kompetent
wirkender Fahrer, der aufgrund seines heldenhaften Aussehens schnell den
Namen “Jacky Chan” von uns bekam, und eine IT-Studentin der internationalen Uni
Ulaanbatars, Ashley. Diese erwies sich am ersten Tag als
unaufdringliche, eloquente Reiseführerin, ausgestattet mit den
Kochkuensten einer deutschen Übermutter.

Extra fuer uns hielt man an diversen Supermärkten um Gemüse zu besorgen. Da Hammelfleisch selbst bei Ashley zu Magenschmerzen führt, verstand sie unsere Speisenwuensche sofort. Am ersten Stop lernten wir eine flotte italinische Aktivseniorin
mit ihren Begleitern kennen. Die aus der Nähe von Venedig stammende
Truppe sollte uns noch häufiger begegnen. Erst einmal jagten wir in
unserem konfortabelen Hyundai durch die baumlose, teils sandige Steppe.
Am Abend erreichten wir das seit 1939 ausgelöschte Kloster bei Baga
Gazaryn Chuluu
. Bei perfektem Licht entstanden diese Bilder.

Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt erreichten wir eine
Nomadenfamilie, die wohl ihren Tierbestand verkleinert hat und mit 4
Jurten jetzt “in” Touristen macht. Die zwei Familienhunde freuten sich
sichtlich, dass eine Ger-Gruppe nach der anderen vor ihrer Jurte speiste.
Ich fuer meinen Teil freute mich am meisten ueber den Familienkater
“Ronny”, der sich unbeobachtet unter unser Jurtentischchen schlafen
legte. Eine Nacht in der Jurte ist sehr heimelig, durch die halboffene
Luke kann man vom Bett aus die Sterne betrachten.
Am zweiten Tag fuhren wir rund 9 Stunden (ca. 300 km) nach Suedwesten.
Nach einer Mittagspause und mehreren kleinen Stopps unter der brennenden
Wuestensonne erreichten wir am Abend eine kleine Jurtenansammlung einer
Kamelhirtenfamilie. Bereits auf unserer landschaftlich aufregenden Fahrt
durch die nördliche Gobi hatten wir freilebende Kamelherden bestaunen können . Nun
durften wir mit dem alten, etwas luesternen aber sympathischen Kamelhirten eine Stunde Reiten gehen. Der Ritt erwies sich als Highlight des Tages, unterwegs stiegen wir von unseren Kamelen, um, die in Bagazag in grosser Fülle vorkommenden,
Dinosaurierknochen zu betrachten. Die kleinen, sehr an Kieselsteine
erinnernden Knochensplitter prueften wir professionell mir unseren
Zungenspitzen auf Echtheit.

 

 

 

 

 

 

Wenn es sich um echte Dinoreste handelt, klebts.

 

Wieder vor der Jurte angekommen, erwartete uns ein koestliches
Salatgericht, liebevoll von Ashley zubereitet. Die Italiener trafen wir
an diesem Abend zwar nicht, dafür wurden wir von Geraeuschen, der neben
unserer Jurte ruhenden Kamelen, in den Schlaf geschaukelt.

Am Montagmorgen sahen wir uns nach halbstündiger Fahrt die
“Flamingkliffs”  in Bayanzag an und machten das ultimative Gruppenbild vor diesen
beeindruckenden, roten Gesteinsschichten. Aus geologischer Sicht bildet
sich hier aktuell eine neue Schichtstufe, starke Regenfaelle bewirken,
dass aus den horizontal liegenden Gesteinsbaenken Jahr für Jahr neue
Fossilien hervortreten. Nach einem kleinen Shoppinganfall am
Souvenirstand stiegen wir mit “Sauriereiern” beladen in unseren Bus, um die
staubige Fahrt gen Sanddünen fortzusetzen.

 

 

 

 

 

Tag 3
Von Bayanzag aus fuhren wir drei Stunden und erreichten gegen mittag den Nationalpark Gurvan Saikhan. Ein einstuendiger Spaziergang durch das malerische Tal bekamen wir einen guten Eindruck in die Bergwelt des suedostlichen Gobi-Altaiauslaeufers. Da wir an diesem Tag (eigentlich) noch die Moltsog Sandduenen erreichen wollten, konnten wir die schöne Schlucht nicht weiter durchwandern. Nach erneuten drei Stunden holpriger Fahrt waren wir komischerweise wieder an den nun schon fast in der Abendsonne flammenden Klippen. Unser Fahrer fragte nun immer haeufiger vorbeikommende Landsmaenner nach dem Weg. An dieser Stelle sei erwähnt,dass es in der Mongolei kaum Straßen gibt, wie wir sie kennen. Wenn die sandigen Pisten enden wird einfach querfeldein weitergefahren, Schilder gibt es nicht. So hopste unser konfortabeler Bus weiter durch die huegelige Wuestensteppe.

Tatsaechlich kamen wir am frühen Abend zu schönen Sandduenen, mit drei Jurten davor. Wiedereinmal plauschte unser Fahrer mit dem Familienvater, um den aktuellen Aufenthaltsort herauszufinden und nach dem Weg zu fragen- so dachten wir. Tatsaechlich wurde eine Übernachtungsjurte für uns klargemacht und mit den Worten: “Okay Guys Let’s stay here?!” wurden wir in die immer noch brennende Sonne entlassen und standen genau vor der zur Familie gehoerenden Kamelherde. Vor dem Essen erkundeten wir die Umgebung, stiegen auf die Dünen und realisierten endlich dass wir in der groessten Wueste Asiens waren. Wow! Mit der Nomadenfamilie verbrachten wir einen tollen Abend und kramten provisorische Geschenke aus unseren Taschen, die mit Vodka aus Kamelmilch beantwortet wurden.

 

Tag 4
Dienstag sollte unsere Fahrt uns aus der Wüste führen, unser heutiges Ziel hieß Ongi Kloster. Nach einem Tankstopp und wichtigem Wasserkauf in einem trostlosen Gobistaedtchen, schlossen wir uns einer Kolonne von anderen, meist russischen Geländebussen an. Das ersparrte unserem Fahrer Bataar (sein richtiger Name)  zwar die regelmaessige Wegrecherche, setzte ihn allerdings auch unter einen gewissen Tempodruck, und so heizten wir schneller denn je durch den Sand.

 

 

 

 

 

 

 

 

Rast machten wir bei 45 Grad ohne Schatten mitten im Nirgendwo, um koreanische Suppe zu “geniessen”. Als wir nahezu gekocht und gut durchgeschuettelt das Kloster im Ongital erreichten fanden wir nach der Besichtigung der 1750 erbauten und 1937 zerstörten Klosteranlage Erfrischung im Ongifluss, der sich wie ein fruchtbares Band durch das steinige Tal zieht. Im Anschluss fuhren wir durch immer grüner werdene, menschenleere Steppenlandschaften gen Norden. An einem satt grünen Hang stellten wir unsere Zelte auf und stellten fest, dass wir stundenlang durchs Nirgendwo gefahren waren, um genau hier anzukommen!

 

Tag 5
ach der ersten Nacht im Zelt auf diesem Tripp sattelten wir gemächlich unseren Hyundai und holperten Richtung Orkhon Wasserfall. Die Landschaft veraenderte sich erneut. Gestern morgen noch neben der Sanddüne erwacht, abends im grünen Tal angekommen, wurde es jetzt immer bergiger und wir sahen die ersten kleinen Wälder. Vorbei an weidenden Jaks erreichten wir, nach einem kleinen Einkaufs- und Lunchstop in Arvairkheer, den Nationalpark Khuysiyn Naiman Nuur.

Und dann war es soweit. Das musste ja kommen! Reifenflicken auf mongolisch. Nachdem der Fahrer den platten Reifen, hinten rechts, entdeckt hatte, dachten wir alle, dass er nun anfangen wird zu fluchen, aber dem war nicht so. Als haette er dieses Problem schon ein paar mal bewaeltigt, pfiff er sich ein Liedchen und machte sich daran den Ersatzreifen zu montieren. Gott sei Dank, er hatte wenigstens einen dabei. Denn bei all unserem Gepaeck im Kofferraum, konnten wir uns eigentlich nicht vorstellen, dass da irgendwo ein Ersatzrad sein soll. Es hing unter dem Auto. Den Wagenheben muss man bei einem so hoch gebauten und gelaendefaehigen Auto natuerlich mit Steinen aus der Umgebung untermauern, um das Fahrzeug hoch genug anzuheben. Nach ca. 20 Minuten war es vollbracht und wir fuhren zur naechsten Kleinstadt (!). Diese lag tatsaechlich auf dem Weg. Dort gab es natuerlich einen Reifenservice Typenoffen, also fuer jeden Reifen und jede Panne geeignet. Auch fuer unsere. Der Fahrer hatte noch ein Stueck Gummi dabei, dass er dem 15 jaehrigen Werkstattleiter zum Flicken in die Hand drueckte. Der fand das nicht so toll und konterte (wahrscheinlich) mit seinen Erfahrungswerten. Jedenfalls wurde der Schlauch vom rechten Vorderrad in das bisher schlauchlose Hinterrad gebastelt. Das Ganze lief recht professionell. Das einzige Problem schien der Luftdruckgenerator (Kompressor), der die Reifenwechselmaschine antrieb, darzustellen. Da dieser nicht exakt fuer so grosse Gelaendegaengige Reifen ausgelegt war, musste viel von Hand nachgeholfen werden.

 

Alles in allem ging es ziemlich schnell, und eine Dreiviertelstunde und 5000 Tugrik spaeter war das Auto wieder flott. Es ging weiter ueber Stock und Stein, durch Fluesse (bestimmt bis zu 80 cm tief) und Wiesen.

Der Wasserfall war gigantisch. Das Wasser fliesst aus verschiedenen Bergen zusammen und konzentriert sich an dieser einen Stelle. Dort stuerzt es ca. 20 Meter tief und fliesst als immer groesser werdender Fluss weiter gen Sueden. Am Abend gab es mongolische Teigtaschen, namens “Huushuur” (fuer uns mit Gemuese gefuellt).

Neben unseren Jurten im Ger-Camp am Wasserfall lebten viele Ziegen, die sich mit Touristen auskannten und deren Kochkuenste zu schaetzen wissen.

 

Tag 6
Auf dem Weg zu den heißen Quellen von Tsenkher erlebten wir eine voralpenaehnliche Bluetenpracht und erreichten gegen 16 Uhr das malerische Tal, an dessen Ende 80 Grad heißes Wasser aus der beruehmten Quelle sprudelt.

Ein Hochgenuss war die erste Dusche nach 6 Tagen. Das heiße Poolwasser allerdings (direkt aus den Quellen gespeist) konnte erst am spaeten Abend, als es auf ca. 65 Grad abgekuehlt war, genossen werden. Der Pool-Sit-In wurde zum regen Austausch mit anderen Reisenden genutzt.

 

Tag 7
Nachdem es in der Nacht kräftig geregnet hatte waren die zu durchquerenden Fluesse voller und die Wege matschiger. Doch Bataar und den Hyundai schockte das nicht. Wie Henrik an solchen Stellen immer wieder feststellt “Den Autos hier wird alles abverlangt, genau wie den Tieren, sind eben Nutztiere. Autos und Pferde werden solange getrieben bis sie kaputt sind.”. Unser Tagesziel, Kharakotum, erreichten wir bereits zur Mittagszeit und nach einem bekömmlichen Lunch machten wir uns auf, das im 18. Jahrhundert erbaute, groesste Kloster der Mongolei zu besichtigen.

 

Zwar sahen wir mehrere beeindruckende Tempel mit alten Masken (für den Maskentanz der Mönche), großartige Buddhastaturen, tibetische Wandbemalungen mit mongolischen Landschaften und Alltagsabbildungen der Mönche, allerdings ist das Kloster und die ganze Stadt Kharakhorin sehr touristisch. Die Reste der an diesem Ort im 13. und 14. Jahrhundert blühenden Handelsstadt Kharakorum, die den politischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt Zentralasiens darstellte, blieben uns verschlossen. Unsere mehr kulinarisch denn kulturell interessierte Touristenführerin führte uns lieber zu den Souvenirstaenden und zum Basar. Auch nicht schlecht. Uebernachtet wurde zum ersten mal in einem “Guesthouse”, dass sich als Jurtencamp umrandet von einem Holzzaun herrausstellte. Als Fazit ist zu sagen, dass dieses Land kulturell nicht genau so reizvoll ist wie landschaftlich. Und so freuten wir uns alle, unseren vorletzten Tag bei einer Nomadenfamilie in Lun verbringen zu können. Ein Pferdeausritt stand auf dem Programm.

Tag 8
Angekommen im Tuultal bezogen wir ein letztes mal die uns gestellte Jurte. Nach einem kleinen Sit-In in der Kuechenjurte erklaerte uns Ashley, dass es nicht genügend Pferde gebe und man nur zu dritt, an den Pferdehirten angebunden im Schritt Reiten koenne. Wir lehnten dankend ab und unternahmen stattdessen einen Spaziergang zum Fluss. Auch “Ronja” die hübsche Huendin der Familie kam mit.

 

An diesem Abend sassen wir noch lange vor der Jurte und bestaunten den wunderbaren, sternenreichen Nachthimmel.

 

Tag 9
Laut Plan sollte es an diesem Morgen früh (5 Uhr, lt. Reisebuero) los gehen, schliesslich wollten wir ja die Przewalskipferde im Hustai Nationalpark bestaunen. Allerdings starteten wir erst gegen 9 Uhr. Unser Fuehrerchen machte noch einen sehr müden Eindruck, und wie fuhren mit deutlichen Zweifeln los. Das in diesem Park wieder in seiner ursprünglichen Heimat ausgewilderte Urpferd zeigt sich naemlich nur in den Morgen- und Abendstunden am bekannten Wasserloch.
Unsere Befuerchtungen bewahrheiteten sich und wir sahen lediglich 3 Urpferde, in ca. 300 Metern Entfernung. Das Nationalparkmusuem klaert allerdings gut ueber das Auswilderungsprogramm, dass erst 1992 wieder in der Mongolei begann, auf. Und so fuhren wir nur leicht enttaeuscht auf der ausgebauten Strasse gen Hauptstadt. Die letzten 2 Tage unseres Trips waren nicht ganz so schoen wie die ersten, allerdings wird uns allen diese kleine Rundreise durch die beeindruckenden Mongolei immer in Erinnerung bleiben.

 

Und noch mehr Bilder von unserer Fahrt:

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Gruppe Uvs unterwegs in Uvs!

Sonntag 24.7.
Wir machen uns mit unserem supernetten Fahrer und Translator Schaggi auf den Weg. Er ist eigentlich Russischlehrer, kann aber auch super gut Englisch und in den Sommerferien macht er als Hobby Touri-touren! Ein Supertyp, der uns an die schoensten Plaetze bringen wird…

Zuersteinmal gehts ins Khahira-erholungszentrum. Ein Kinderferienlager in dem viele russische Kinder untergebracht sind. Wir wandern ein wenig in den Bergen. Leider haengen überall Wolken. Dann geht’s weiter nochmal durch UG und dann nach Süden. Kurzer Stopp an einem Salzsee, Khaargas Nuur, dort stehen ein paar Kamele die sich bereitwillig fotografieren lassen. Weiter gehts ueber Berge, durch Steppen und Wüste bis nach Orgil, dort holt uns das schlechte Wetter ein, vor dem wir weggefahren waren. Eine Mischung aus Sandsturm und Regen fegt über die” Stadt” hinweg. Wir retten uns in eine Kneipe. Nach dem Stromausfall bekommen wir super leckeres Kuschur! Dazu Bier! Und Kaffe. Ein Traum. Danach verlassen wir die Stadt und suchen uns einen Rastplatz für die Nacht. Es windet noch sehr aber an einem kleinen Berg mit schicken Felsformationen finder wir Unterschlupf. Nach ca. 12 Std Schlaf, mehr oder weniger, sind wir bereit fürs Frühstück on the Rocks! Top!

Mo
25.7.
Nach dem Frühstück geht es gleich los, durch Wuestensteppe. Dieses Jahr ist der Sommer feucht, daher ist die Wüste noch etwas begrünt.
Wir kommen an einen Fluss, dort sehe ich weiße Kaninchen, bin ich noch matschig im Kopf oder war was im Wasser! ?
Schaggi trifft Leute die er kennt… Wir nehmen 2 mit über den Fluss… Danach kommen wir nach Khovd, ein kleineres Kaff als das in dem wir zwischengelandet waren.
Hier trifft Schaggi einen Bekannten (Klassenkamerad), der dort in der Verwaltung. Der kann ihm leider auch nicht bei der Reparatur seines Autos helfen. Nach einigem Geplänkel fahren wir weiter. Stopp am Fluss. Riesig! Grün! Toll! Dann geht’s weiter durch die Gobi! Wir kommen endlich an den Achit Nuur! Auf 1400m Höhe! Wunderschön, aber windig und zu viele Muecken.

Hier stehen 3 Jurten. Wir fahren zu 2en davon… Hier leben Kasachen, deren Jurten sind viel höher, größer und bunter! Es gibt Brot, Milchtee, Käse und irgendwann auch Wodka.
Dann wird für uns … Gespielt. Eine 2saitige Gitarre und gesungen wird natürlich auch. Schaggi macht viele Videos!
Zwischendurch halten immer mal wieder Autos. Wir verpassen leider die Gruppe Israelis, die mit einem Fahrer unterwegs ist, der kein englisch spricht… Und die wollen nachUB!
Nach der 2. Flasche Wodka fragt Anne(!!!) nach traditionellen Tänzen! Also geht’s los. Wir müssen alle draußen zu irgendwelcher Handymusik tanzen.
Zwischendurch gibt’s noch hier und dort ein Gruppenfoto.
Spaeter müssen wir noch in die 2.Jurte und auch dort Milchtee, Brot und Wodka zu uns nehmen. Die Männer werden etwas zudringlicher aber quatschen vorallem Schaggi voll, der sichtlich ungeduldiger und genervter wird. Also verlassen wir die Kasachen und fahren zu unserem voher ausgesuchten Zeltplatz. Toller Platz. Wir vertreiben die Kühe und nutzen fleißig und oft das Equi repell! Dann geht’s schwimmen. Ach ist das schön, waschen. danach natürlich gleich wieder Equirepell und Sonnen. Ein schöner entspannter Nachmittag.
Am Abend gehen wir stilecht, mongolisch Kot-sammeln um Feuer zum kochen zu machen. Da kommt nochmal einer der betrunkenen Kasachen vorbei und fragt Schaggi nach Benzin oder Geld… Er sitzt eine Weile bei uns am Kotfeuer und geht zum Glück, als wieder ein Jeep ins Tal fährt. Von dem bekommt er auch Benzin. Es fahren viele Autos hier entlang und jedes hält an den 2 Jurten. Die Kasachen werden eigentlichganz gut unterhalten. Und Benzin gibt bestimmt auch jeder 2. ab…
Bei uns gibt es Nudeln mit Letscho. Ich hoffe es war für schaggi auch ok, aber er hat sonst nix dabei… Der Sonnenuntergang ist ein Traum! Und Schaggi putzt meine Töpfe mongolisch, mit Sand!
Am Abend hält auch noch so viel Equi die Mücken nichtmehr ab und wir flüchten mehr oder weniger ins Zelt.
Gute Nacht!

Die
26.7.
Nachts: Dinosaurier fliegen über unsere Köpfe hinweg. Fehlen nur noch Brachiosaurier, die durch die Steppe ziehen…
Morgens Frühstück am See und dann auf.
Die Tour geht erstmal bis Bohmorom, eine Stadt an einer Kohlemine. Sieht aus wie Isengard, es fehlen nur noch die Orks, die aus den Kohlebergen kriechen. Stattdessen begrüßt uns eine leere Tankstelle, dort steht ein Pfahl, der einmal mit einem Pferdegesicht umwickelt ist. “Herzlich willkommen scheint es sagen zu wollen…”
Die “Stadt” ist irgendwie gruselig. Hier wohnen vor allem Kasachen. Wir werden nett empfangen von Schaggies Schulkumpel. Es gibt Brot, Käse, Milchtee usw. Wir bestaunen die Mine. Später gibt es dann natürlich noch Nudelsuppe und eingelegtes und gekochtes Fleisch. Nachdem wir endlich noch 20 Liter Benzin zusammenbekommen haben, können wir losfahren. Ab durch die Berge und durch ganz viel Regen. Wir fahren über einen Pass auf 2563m Höhe. Leider sehen wir nicht viel, wegen der Wolken.
Schließlich kommen wir an den Uureg Nuur, an dem wir ja auf unseren ersten Schafexpedition schon einmal vorbeigerast sind. Wir kehren in einer Jurte ein und genießen Brot, Käse und Milchtee… Dann gibt es zur Abwechslung… Nudelsuppe!
Danach Fahren wir ein Stück näher an den See und bauen unser Zelt auf. Schaggi sucht diesmal richtiges Holz zusammen. Alex ist schlecht und schläft. Alle anderen spielen Skip Bo am Strand. Danach fängt shaggi an Feuer zu machen. Wir kochen uns Tee und dann noch Kartoffeln, dazu gibt’s Ketchup. Wir beginnen noch Bier zu trinken, doch dann fängts am zu regnen. Das wars dann. Ab ins Bett. Der Regen hört auf, hoffentlich bleibt die Nacht entspannt.

Mi
27.7.
Das war eine schrecklich windige und kalte Nacht. Aber der Morgen ist wunderschön, alle Wolken sind verschwunden und es wäre eine perfekter Tag zum Baden, aber heut geht’s ja weiter.
Wir durchqueren einige Schluchten. Klettern auf diesen und jenen Felsen und sammeln wilde Zwiebeln.
Zum Schluss, als wir die Schlucht und letztlich die Berge verlassen, kommen wir noch in Schaggis Heimatstadt vorbei. Er kontrolliert ob sein Haus noch in Schuss ist und dann geht’s ab, über eine richtige Asphaltstraße nach Ulaangom. Hier angekommen müssen wir uns noch zu einem freien Hotel durchfragen. Warm Wasser zum duschen gibt es im Sommer eh nie, in keinem Hotel, sagt man uns. Also ist’s auch Wurscht. Wir sind sehr müde und gehen wohl bald schlafen. Eine schöne Tour war’s!

Also bis bald in UB oder eben zuhause.
Liebe Grüße Gruppe Uvs

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Der schwere Weg zurueck

Am Morgen vor der Reise nach Uliastai zogen wir unsere Deels (Mongolische Kleidung) an, was von der gesamten Familie mit Freude zur Kenntnis genommen wurde. Jedoch musste bei aller Bewunderung noch eine Verbesserung des Sitzes der Gewaender und der Knoten vorgenommen werden, um den Deel stilecht zu praesentieren. Danach wurde jeder Deel dann in einer kleinen Zeremonie gesegtnet.Zur Feier des Tages gab es noch Ziege mit heissen Steinen gegart in Milchkanne (Khorkhog). Sehr koestlich! Und nachdem wir noch Geschenke erhalten und verschenkt hatten, machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Uliastai.

Dort angekommen war die Stimmung sehr gedrueckt, da nun der Abschied bevorstand. Nachdem wir nochmal herzlichst mithilfe des Woerterbuches eingeladen wurden, zu jeder Zeit wiederkommen zu koennen und noch weitere uns sehr bewegende Aussagen ueber unsere Freundschaft vermittelt waren, verabschiedeten wir uns schweren Herzens und blieben im dreckigen Uliastai die Countryside vermissend alleine zurueck.

Am naechsten Tag tauchte der Fahrer, der uns mit seinem Jeep nach Ulaanbaatar chauffieren sollte, ueberpuenktlich auf, was uns aber sehr gelegen kam. Schnell packten wir unsere sieben Sachen und schon hatten wir Uliastai verlassen und waren wieder auf der holprigen Landstrasse, die uns zu unserem ersten Ziel fuehren sollte. Der See Sangiyn Dalay Nuur bot einen spektakulaeren Anblick, da mehrere Gewitterfronten ueber ihn hinwegzogen. Als der Fahrer sich kurz nach dem schoensten Zeltplatz bei einer dort residierenden Nomadenfamilie erkundigen wollte, wurden wir gleich, hungrig wie wir waren, dankbar in die Jurte eingeladen und erstmal mit dem mongolischen Standardessen fuer Gaeste aufgepaeppelt. Frisch gestaerkt legten wir die restliche Strecke zum Zeltplatz zurueck und verkoestigeten 2 vorbeikommende Reiter mit Spagetti in Tomatensosse, welche Timon gut mit Pfeffer gewuerzt hatte. Die Mongolen, die normalerweise keinerlei Schaerfe in ihren Gerichten kennen ,hatten ganz schoen mit dem ungewohnten Mahl zu kaempfen, assen aber tapfer alles auf und zogen daraufhin weiter. In der Daemmerung bewunderten wir ein unglaubliches Naturschauspiel. Das Gewitter mit seinen zahllosen Blitzen, welche mit der Fotokamera vergeblich versucht wurden festzuhalten und markerschuetterndes Donnergrollen sorgten fuer eine mystische Stimmung. Als sich uns aber eine Gewitterfront immer mehr naeherte, wurde uns schon ein bischen mulmig zumute, da der Jeep und unsere Zelte in der Graslanschaft doch etwas hervorstachen. Wir zogen uns schliesslich in unsere Zelte zurueck und hatten bei dem folgenden Sturm, der aufkam echt Angst, ob unsere Zelte ihm trotzen wuerden. Aber so schnell wie der Sturm gekommen war, war er auch wieder vorbei und den Rest der Nacht blieb es ruhig.

Am zweiten Tag fuehrte uns der Weg nach Murun, einer “grossen” Stadt, in der wir in einem vom Aussehen her guten Restaurant speisen wollten. Dies gelang jedoch nur zum Teil, da die Bedienung an sich ein einziges Chaos war und wir nach fast 2 Stunden genervt und nicht ganz gesaettigt den Laden verliessen. Am fruehen Abend erreichten wir unser naechstes Reiseziel, den See Khovsgol Nuur, welcher in einem Nationalpark liegt. Hier reihte sich ein Touristencamp an das andere, aber wir fanden schliesslich ein Plaetzchen zum Zelten an einem Waldrand, wo wir einigermassen ungestoert waren. Als es Abend wurde entzuendeten wir zum ersten Mal in der Mongolei ein Lagerfeuer, da wir endlich einmal Holz in erreichbarer Naehe hatten. Der Knueppelteig, den wir uns waehrenddessen zubereiteten, stiess bei unserem Fahrer jedoch auf eindeutige, verstaendnislose Ablehnung. Langsam liessen wir den Abend mit Gitarrenmusik ausklingen.

Der naechste Tag bot keine grossen Attraktionen, da wir versuchten so viel Strecke, wie moeglich zurueckzulegen. In der Daemmerung bauten wir schliesslich zum letzten Mal unsere Zelte wieder in Waldesnaehe auf.

Der lezte Tag in der Countryside begruesste uns stimmungsmaessig, wie wir uns fuehlten, mit grauen Wolken und Regen. Durchnaesst und leicht frierend setzten wir uns in den Jeep. Fuer diesen Tag hatten wir noch die Besichtigung des Klosters Amarbayasgalant geplant, wofuer wir einen kleinen Umweg in Kauf nahmen, was sich aber lohnte. Das Kloster lag weitgehend alleine in der Steppe und hatte einen besonderen Charme. Es bot verwinkelte Gassen und versteckte Ecken mit Baeumen, Straeuchern, Moos und Gebaeude mit morscher Bausubstanz aber reicher Innenausstattung. Waehrend junge buddistische Moenche in Ausbildung neben uns Fussball spielten, machten wir alle eine symbolische Wiedergeburt durch, indem wir uns durch eine niedrige Stupa (eine Art Gebetsmonument) zwaengten, welche eine Gebaermutter symbolisierte, und dabei still unsere Wuensche formulierten. Unser Faherer erwartete uns bereits, als wir neugeboren zum Jeep zurueckkehrten und den lezten Abschnitt der Fahrt nach UB in Angriff nahmen. Der Weg war noch weit und wir mussten die lezten Stunden in der Dunkelheit fahren, was nochmal eine enorme nervliche Belastungs fuer uns darstellte. Denn fuer die Mongolen gibt es keinen grossen Unterschied zwischen Warnblinkanlage, Abblendlicht, Fernlicht, Nebelleuchten bzw. gar keinem Licht. Man versucht gesehen zu werden, aber ob die entgegenkommenden Fahrer dann noch etwas sehen, ist von untergeordnetem Interesse. So wurden wir staendig vom Fernlicht entgegenkommender Autos geblendet. Totgefahrene Tiere am Strassenrand wie eine Kuh ohne Kopf verstaerkten unsere Unruhe. Einmal musste der Fahere scharf bremsen als eine Pferdeherde vor uns die Strasse ohne Ruecksicht auf Verlusste ueberquerte. Zuletzt kamen wir aber wohlbehalten im Dormitory an und bekamen nach kurzer Diskussion ein Zimmer. Muede aber noch nicht zum Schlafen bereit quatschten wir noch bis tief in die Nacht.

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Studie check!

Gestern Abend wurde uns überraschender Weise doch noch das Mikroskop gebracht. Wir konnten also unser Labor einrichten und durcharbeiten. Gegen halb eins waren wir fertig und fielen wieder in den Schlaf. Jetzt warten wir auf unseren Fahrer und dann geht’s los! Bis bald Gruppe Uvs

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Schafe und Nadaam die zweite!

Wir waren zu Stuedienzwecken nochmal in den Bergen bei unseren Nomaden. Weil wir ja wie geplant die Proben von den behandelten Tieren nehmen sollten.
Die Fahrt dorthin fuehrte uns diesmal einen voellig anderen Weg entlang…mit dem gleichen Ergebnis. Wir fielen diesmal zu 12. bei der Nomadenfamilie ein. Nach und nach wurde das Zelt errichtet und eingerichtet. Nach einigem warten hiess es dann kurz vor Sonnenuntergang ploetzlich doch “shitsamples, NOW” Das macht natuerlich garnichts. Alle waren fleissig und es fehlten am Ende nur noch 4 Tiere. Dann gab es das Nachtmahl. Frisch getoetet und zubereitet. Leider hauptsaechlich Organe, sodass wir etwas ungesaettigt zu Bett gingen. Das machte uns auch garnichts aus, denn um 7 Uhr ging es ja weiter, die restlichen 4 Tiere suchen. Das wurde das sogar mit Bravour gemeistert in nur 2 Stunden! Danach machten wir noch ein kleines Schlaefchen bis es hiess: Lets go, Nadaam. Diesmal ohne Zelt und Zubehoer, das hiess also, dass wir am Abend nochmal wieder kommen wuerden. Hoffentlich.
Es ging zu 15. ueber STOCK und STEIN! und irgendwann hinter einer Bergkuppe tat sich eine Menschenmenge auf… das Nadaam, wir hatten es gefunden.
Diesmal kamen wir auch rechtzeitig zum Ringen. Danach gab es diverse Pferderennen der Jungs und zwischendurch mal ein Tauziehen. Als Snack gab es wiedermal Kuschur, sehr lecker!
Nach dem gefuehlt hundertsten Rennen und einigen Schlaefchen unsererseits,ging es endlich wieder los. Diesmal wieder eine voellig andere Route durch die Berge, zurueck zur Nomadenfamilie unseres Vertrauens.Dann wurden eilig die Zelte und Sachen gepackt und los gings nach Ulaangom. Dort angekommen fielen wir in die Betten.
Heute hiess es umziehen…ins Hotel und morgen machen wir uns auf zu unserer letzten Tour. Diesmal erkunden wir den Westen fuer 4 Tage.
Also bis bald
liebe Gruesse aus UVS!

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Zavkhan: Drink Milktea! – PLEASE!

Soeben sind wir zureuckgekehrt aus der “Countryside” und mussten uns schweren Herzens von unserer liebgewonnenen Nomadenfamilie verabschieden. Morgen schon geht es wieder zurueck nach Ulaanbaatar und zwischen dem Packen nutzen wir ein paar Minuten um noch einen neuen Eintrag fuer den Blog zu schreiben.

 

Am 19.07. hiess es fuer uns zurueck aufs Land zu fahren und ungeduldig warteten wir auf unseren gepackten Sachen sitzend, dass uns die Familie abholen wuerde. Ueberpuenktlich, aber immer noch nach mongolischer Zeit (+/ 1 Stunde), traf diese dann ein und es gab ein herzliches Wiedersehen. Gluecklich wieder zurueck in der wunderschoenen Landschaft und unserem zweiten Zuhause in der Jurte zu sein, erwartete uns am naechsten Tag eine Ueberraschung: Umzug. Erst verstanden wir nicht recht, doch nachdem die Familie nach und nach ihre Siebensachen zusammenpackte, gab es keinen Zweifel mehr. Die Stricke und die Filzmatten wurden bereits von der Jurte gewickelt, als drinnen noch Schraenke, Teller, Sachen und wir unsere Zelte zusammenpackten. Als wir uns noch fragten, wie alle Sachen mit einem Mal mit dem Kleinbus wegtransportiert werden sollten, war er auch schon randvoll und das Dach und der Anhaenger wurden auch noch beladen. Sogar unsere Zelte und unser riesiges Gepaeck fanden darauf Platz. Schliesslich rollte unser Karawanentrupp nach 4 Stunden Packen los und hinterliess nur einen hellen runden Fleck im Steppengras. Waehrend die Meisten im Kleinbus, auf dem Anhaenger, Pferd und Motorrad Platz fanden, mussten drei von uns laufen und fuellten schon mal ihre Wasserflaschen fuer den bevorstehenden Marsch auf. Wenige Minuten spaeter nur hielten wir und der Vater stieg rauchend aus dem Kleinbus und betrachtete abschaetzend die Umgebung und das Steppengras. Kurz danach wurde klar, dass nicht einmal 200m vom urspruenglichen entfernt der neue Jurtenstandort sein sollte. Wir lachten uns fassungslos und entgeistert an: “Das kann nicht deren Ernst sein!”. Solch ein Aufwand fuer die paar Meter…. Wir haetten unsere Zelte samt Luftmatratzen nicht abbauen, sondern einfach ruebertragen koennen! Schmunzelnd machten wir uns unter der prallen Sonne daran unsere Zelte und die Jurte in stundenlanger Kleinstarbeit wiederaufzubauen mithilfe von Mongolen, die entweder geplant oder zufaellig vorbeikamen.

 

Der naechste Tag wurde dazu auserkoren, den Ziegenbestand der Familie um ein Mitglied zu erleichtern: Wir wurden Zeugen einer traditionellen mongolischen Schlachtung. Wir halfen natuerlich fleissig mit, woraufhin wir zum Mittag mit Eingeweiden beglueckt wurden. Am Nachmittag stand der Besuch mehrerer Nachbarjurten an, um unsere Frageboegen auszufuellen. Insgesamt wurden etwa 8 Jurten besucht, und in jeder gab es Tsuutetsai (Milchtee), Airag, Aruul und Buurtzug in Massen, was wir aus Hoeflichkeit nicht abschlagen konnten. Danach waren wir kugelrund und voll bis Oberkante Unterlippe – es war also ein Schlacht- und Masttag fuer uns. Zwischendurch hatten wir sogar das Glueck an den Trainingseinheiten junger Mongolen fuer Pferderennen teilzuhaben.

 

Die angefressenen Kilos galt es am folgenden Tag wieder durch eine Wanderung zum naechstgelegenen hohen Berg abzutrainieren. Die erste jedoch nicht bedachte Huerde war der Fluss mit seinen vielen Wasserarmen, die man nur barfuss ueberwinden konnte. Nach langem anstrengendem Aufstieg gab es einen herrlichen Blick ueber das Tal mit den Jurten. Aber seht selbst, die Bilder sprechen fuer sich.

 

Trotz der nur relativ kurzen Aufenthalte in der Familie, haben wir die Zeit sehr genossen und uns sehr heimisch gefuehlt. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Sodko und ihre Familie.


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Mongolisches Organisationstalent/ Happy Birthday

Hier nun noch die Geschichte zum meiner Geburtstagsfeierei…
Ich wollte gern alle mongolischen Studenten zum Essen einladen und schrieb daher allen einzeln eine SMS mit Anlass, Ort und Zeit! Naemlich den 15.7.2011 um 6 p.m. vorm Chingis-Restaurant.
Leider hatte Jana sich nun morgens mit einem von den 6 geladenen Gaesten verabredet um mir zum Fruehstueck und natuerlich als Ueberraschung eine Geburtstagstorte zum besorgen. Tja da sass sie nun um 10 vor 10 vor der Jurte. Wir anderen schliefen noch da wir mit viel (zu viel) Wodka reingefeiert hatten. Jana wartete tatsaechlich bis 10.45 . Da tauchte dann nur leider die ganze Gruppe auf… alle schon schick in ihren Ausgeh-Dresses! Ich wurde also geweckt… zog mich schnell um und liess mir brav und etwas angematscht zum Geburtstag gratulieren.
Da sassen wir nun, 4 Deutsche grad erwacht und beim fruehstuecken und 6 Mongolen, die auch nicht so recht wussten was jetzt passieren sollte.
Irgendwann sprangen sie auf und gingen einfach. Uns war es ganz recht, weil wir ja nunmal noch garnicht bereit waren fuer Kommunikation usw.
Ca. 11.30 kam ein Anruf von Ulaankhun, dem Chefplaner. Er sprach mit Jana und wollte, dass wir NOW zum Restaurant kommen. Wir gingen also ein wenig genervt los. Genervt, weil wir in der Erwartung waren, dass man jetzt mit uns essen wollte und wir doch grad erst gefruehstueckt und garkeinen Hunger hatten, und eben auch keine Lust.
Nunja wir kamen also zum Restaurant und uns wurde die Karte vorgelegt. Wir sollten naemlich jetzt das Essen fuer abends auswaehlen. Das machten wir auch und notierten es. Die Karte gab es schliesslich sogar in englisch. Wir wollten Salat und Beefsteak!
Dann ging die Show erst richtig los… Uns wurde mitgeteilt, dass es eigentlich nichts von dem was auf der Hauptmenuekarte stand auch zu essen gab. Die Auswahl beschraenkte sich auf Omlett, Chicken Hip, Ochsenschwanzsuppe und Ochsenzunge. Naja…
Uns wurde aber immer wieder versichert, dass dies das beeeeeeeste Restaurant der Stadt sei… Oh man.
Nach langem Hin und Her konnten wir uns einigen, dass wir dort nicht essen wollten. Wir liefen also los. Wir deutschen hatten mal wieder keine Ahnung wo hin, aber folgten fleissig. Auf dem Weg begegneten uns einige Beefsteaks, zwar noch am Stueck, aber das liess sich ja erfahrungsgemaess eigentlich schnell aendern. Keiner ging darauf ein…
Wir kamen in einem anderen Restaurant an. Der Kellner sprach sogar englisch ich ich glaube wir haetten auch sofort etwas zu essen bekommen. Wir bestellten aber brav vor. Danach wurden wir entlassen und verbrachten den Tag damit nochmals im Internet zu surfen und eine Duschaktion zu starten. So eine Flasche mit durchloechertem Deckel ist eine super Sache. Zur Feier des Tages wurden dann auch noch die Haare gewaschen und dann liefen wir gluecklich und sauber wieder los, zum ausgemachten Restaurant.
Dann ging die Show weiter. Ich wurde aufgehalten, mir mussten die Augen zugehalten werden und dann bekam ich ein Staendchen uuuuuuuuuuund eine Torte!!! Mit Kerzen drauf! Diese niedlichen Mongolen! Die haben die Stadt 3 Stunden lang durchsucht um eine Torte zu finden und sie meinten die Factory habe geschlossen… ich weiss nicht wie sie diese Torte ranbekommen haben. Wahrscheinlich wurde sie frisch fuer mich gebacken und das war wahrscheinlich die einzige Torte in ganz Ulaangom, ach in der ganzen westlichen Mongolei!!!
Wir bekamen dann unseren Salat! Ein Fest! und danach gab es dann auch Beef fuer und deutsche und Gulasch fuer die Mongolen. Wie bestellt. Ausserdem stand auf dem Tisch Obst und weitere Suessigkeiten. Alles top ausgestattet.
Achja und wir sassen in einem abgesperrten VIP-Bereich, sodass die Mongolen staendig abhaun und irgendwas vorbereiten konnten.
Nach dem Essen gab es dann naemlich noch eine riesen Ueberraschung! Geschenke! Wie gesagt, die sind ja so niedlich und haben den Tag damit verbracht mir auch noch was zu kaufen. Das komplette Souvenirset. Ein rotes Lederportemonnaie, das bedeutet, dass man reich wird oder bleibt; ein Lederschluesselanhaenger mit Chingis drauf, ein Modelsattel, kleine Mongolenfiguerchen im Deel, Mongolisches Kleingeld… die haben an alles gedacht.
Dann gab es natuerlich auch noch Torte, die wirklich lecker war und dann Rotwein. Zum Abschluss gabs noch ein Bier und natuerlich Abschlussgruppenfotos!
Alles in allem ein peferkter Abend! Durch den wir die Mongolen noch viellieber gewonnen haben!

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Gruppe Uvs am Uvs nuur!

Am 17. 07. fuhr puenktlich um 14 Uhr ein Japanischer Mikrobus vor das Hoftor der Familie gerollt. Uebergluecklich wurden die paar Taeschchen, paar Isomaettchen. das Zaeltchen und die Verpflegung hinen geLEGT und man fand Platz! 12 Leute! Das ist doch mal machbar! :)

Los ging die wile Fahrt. Vorbei an den “Plantagen” Unlaagoms und an der staedtischen Muellhalde. Nach etwas ueber einer Stunde und schmuggeln meherer Personen am Nationalpark-Eingang kam der See in Sicht! Ein reisiger Salzsee mit der fuenffachen Salzkonzentration des Ozeans. Der groesste See der Mongolei, mitten in der Wueste, umrahmt von riesigen Gebirgszuegen! Wunderschoen!

Zunaechst wurden die schwitzigen Koerper ins Wasser geworfen, was zwar einen kuehlenden, jedoch leider nicht den reinigenden Effekt vollbrachte. Egal! Man entspannte auf den Badelaken und genoss die sengende Hitze der Steppe!

Nach einem – in mongolischen Augen recht Sinnbefreiten – Spaziergang war kurzfristig die Maschine weg, aber wir wurden spontan von unseren “Strand-nachbarn” auf ein frsch geschlachtetes Schaf eingeladen. Die Gelegenheit sich Langnasen aus der Naehe anzuschauen mag sich natuerlich keiner entgehen lassen! :) Abends wurde gemuetlich zusammen gesessen, ein wenig gerungen, getanzt und antuerlich viel gesungen! Fast schon romantisch! ;)

Am naechsten morgen sprachen wir unsere Isomatten, auf Grund Ihres denkbar hohen Schlafkomforts heilig, genossen noch ein Salzbad, fruehstueckten mit den Fuessen im Wasser und genossen das Panorama.

Gegen Mittag ging es gemuetlich wieder los in die Stadt. Wir waren maga erschlagen, aber doch recht gluecklich! :)

Alles in allem ein wundervoller Ausflug!

Lieben Gruss – Gruppe Uvs!

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